VDH Rundschreiben

15.05.2019

Die VDH Kommission für den Gebrauchshundesport möchte mit dieser Seite den Sportlern und auch den Leistungsrichtern genauere Erklärungen zur neuen Prüfungsordnung und deren Auslegung geben, sowie aufkommende Fragen beantworten.

Diese können an den Ausschussvorsitzenden Herrn Wilfried Tautz unter folgender E-Mail Adresse gestellt werden.

wilfriedtautz@gmx.de

Die Kommission wird die Fragen nach abschließender Bewertung für alle transparent unter VDH / Hundesport / Gebrauchshundesport veröffentlichen.

Diese werden in den einzelnen Bereichen, oder am Ende separat, aufgeteilt unter den Rubriken Allgemeines und den Prüfungsstufen, aufgeführt

Die einzelnen Bereiche werden unter folgenden Punkten aufgeführt:

Allgemeines zur PO

2. Erklärungen zu den Prüfungsstufen

2.1 Ausdauerprüfungen

2.2 Begleithundeprüfung

2.3 IBgH

2.4 IGP / FH Prüfungen

2.4.1 Abteilung A

2.4.2 Abteilung B

2.4.3 Abteilung C

2.5 Stöberprüfung

2.6 IGP V

3. Häufig gestellte Fragen

3.1 Allgemeines zur PO

3.2 Ausdauerprüfung

3.3 Begleithundeprüfung

3.4 IBgH

3.5 IGP / FH

3.6 Sonstige Prüfungsstufen (IGP-V, IGP-ZTP, Stöberprüfung)

1. Allgemeines

Prüfungstage

Ganzjährig an Wochenenden und Feiertagen

Der Freitag kann in Verbindung mit dem Samstag geschützt werden, wenn am Samstag eine Überzahl besteht. Ausnahme: Teilnehmer legen die BH/VT plus eine weitere Einstiegsprüfungstufe (IGP 1, IFH 1 usw.) ab.

Bedingung für eine Verbindung mit dem Freitag:

Nicht vor 12:00 Uhr und nur max. die Hälfte der möglichen Einheiten sind möglich.

Die Prüfung muss bei Zweitagesprüfungen am Samstag beendet werden.

2 Prüfungsstufen sind in folgender Kombination an „Zweitagesprüfungen“ möglich

Tag BH/VT

Tag IGP1, IGPV, F Pr.1, U Pr.1, S Pr.1, AD, I FH-V, I FH1, IGP-ZTP, IBgH1, StbPr.1

Nicht IGP-FH (wie in PO beschrieben)

Laut VDH Kommissionsbeschluss vom 13.01.2019 ist die Startvoraussetzung für die IGP-FH die IFH2

Das Zulassungsalter für die BH/VT wird lt. PO von den Landesorganisationen festgelegt. r den Bereich des VDH wurde das Mindestalter auf 15 Monate festgelegt.

Sozialverträglichkeit

Bei mangelnder Sozialverträglichkeit muss der Hund erneut die BH/VT ablegen.

Die einzelnen VDH Mitgliedsvereine können entscheiden auf welcher Termingeschützten Prüfung der Hund wieder vorgeführt werden muss. Besteht der Hund auf Grund von mangelnder Sozialverträglichkeit bei der Wiedervorführung die BH/VT nicht, darf er danach nur noch einmal vorgeführt werden.

Leistungsurkundeneintrag bei mangelnder Sozialverträglichkeit:

Disqualifikation wegen mangelnder Sozialverträglichkeit, Hund muss erneut in der BH/VT vorgestellt werden.

Einheiten pro Prüfungsstufe / Zusatzerklärungen

BH-VT mit Sachkundeprüfung sind 3 Einheiten

IGP-FH sind 3 Einheiten pro Tag

Gehandicapte Hunde

Ob gehandicapte Hunde insbesondere auf einer BH/VT Prüfung und unter welchen Bedingungen, Prüfungen ablegen können, müssen im Vorwege mit dem zuständigen VDH MV Obmann geklärt werden. Grundsätzlich soll ein Start eines gehandicapten Hundes, solange die essentiellen Anforderung der PO erfüllt werden können, ermöglich werden.

Hörzeichen sind wie gehabt, (Fuß, Sitz, Platz, Steh, Hier, Bring usw.), in deutscher Sprache zu geben. Ausnahme: Ein im Ausland ausgebildeter Hund. (Laut PO können Hörzeichen national vorgeschrieben werden. Beschluss der VDH Gebrauchshundekommission)

ID Kontrolle

Wird der Chip nicht gefunden, führt der HF die Suche selbst durch. Danach wird das Auslesen noch einmal vom LR wiederholt.

Mindestens 4 Hundeführer (hierzu zählen alle Prüfungsarten außer der Ausdauerprüfung) müssen für eine Prüfung gemeldet haben. Ausnahme für BH wenn die Starter in einer 2-Tagesprüfung am Folgetag eine weiterführende zulässige (siehe unter Prüfungsstufen) Prüfung ablegt.(PO Seite 11)

2. Erklärungen zu den einzelnen Prüfungsstufen

2.1 Ausdauerprüfung

Für die Ausdauerprüfung (IAD) ist die BH/VT vorgeschrieben.

Eine Durchführung der AD ist auch für kleinere Rassen nach Genehmigung durch den VDH möglich. Dieses wurde von den Gebrauchshundesportverbänden und dem PSK auch schon vor der jetzigen PO Reform praktiziert.

2.2 BH/VT

BH Hunde (auch BgH Hunde) dürfen auf Grund des Schusses beim Vorführen nicht mit IGP Hunde gemischt werden.

Das Gehen durch eine Personengruppe wird nur in der Leinenführigkeit gezeigt.

Das Ableinen erfolgt in der Grundstellung vor der Geraden der Freifolge. Hier darf gelobt werden. In der Freifolge wird nur noch eine Gerade, eine Kehrtwendung, Laufschritt / Langsamschritt und am Ende der Geraden die Endgrundstellung gezeigt.

Die Sitzübung und auch das Ablegen in Verbindung mit Herankommen kann aus einer Grundstellung oder alternativ aus der Bewegung gezeigt werden. Dies kann auch im Wechsel erfolgen.

Ablegen unter Ablenkung. Über die Bewertungskriterien bzgl. Teilbewertung gibt es in der neuen PO keine Hinweise. Laut FCI GHK bleibt es bei der alten Regelung

Teilbewertung wenn der gegenführende Hund die 2. Übung (Freifolge) abgeschlossen hat.

Kommt der Hund beim Abholen dem HF entgegen -> bis zu -3 Punkte

In der PO wurde für die BH/VT die Position, wo der HF während der Dauerlage zu stehen hat, nicht angegeben. Es ist davon auszugehen, dass es sich um einen redaktionellen Fehler handelt. Die VDH GHS Kommission hat hierzu entschieden:

Entfernung des HF 30 Schritt.

Wird der Hund nach der Übung Ablegen mit Heranrufen in die Dauerlage geführt, darf der Hund dafür angeleint werden.

2.3 IBgH

Die Leinenführigkeit und die Freifolge werden nach dem Laufschema IGP vorgeführt.

In der neuen PO werden Sichtzeichen, sowie das Geben von Hörzeichen bei den Wendungen nicht mehr erwähnt. Sind also nicht mehr gestattet.

Die Schrittzahlen beim Entfernen in den Übungen „Sitz“, „Platz“ und „Steh“ sind jetzt 15 bzw. 30 Schritte

Der Bringgegenstand muss nur aus Holz sein. Das Gewicht spielt keine Rolle. Damit wird man auch sehr kleinen Rassen gerecht.

Bei der Übung Ablegen unter Ablenkung muss sich der HF mindestens 30 Schritte entfernt mit den Rücken zum Hund stellen.

2.4 IGP / FH (internationale Gebrauchshundeprüfung, Fährtenhundprüfung)

2.4.1 Abteilung „A“ Fährtenarbeit

Abstand zwischen den Winkel min. 50 Schritte.

Bei der IGP-3 wird der 2. Gegenstand auf LR Anweisung gelegt.

Es können also auch 2 Gegenstände auf einem Schenkel liegen

Fährtenhundeprüfungen

Die IFH 1 (alt FH1) wurde von den Anforderungen als Unterbau für die IFH 2 positioniert. Alter nur noch 120 Minuten, die Verleitung wird jetzt 30 Minuten vor dem Absuchen gelegt. Es ist kein Wechselgelände mehr vorgeschrieben.

Für die IFH 2 ist nun Startvoraussetzung die IFH 1.

Bei der IGP FH ist die Startvoraussetzung laut FCI PO mit IFH 2 oder BH/VT angegeben.

Die VDH GHS Kommission zu dieser Unklarheit am 13.01.19 wie folgt entschieden:

Die Startvoraussetzung für die IGP-FH im Bereich des VDH ist die IFH-2

Die Verleitungsfährte darf die Fährte nicht innerhalb von 40 Schritte vor- und nach dem Winkel, und nicht auf den ersten oder letzten Schenkel liegen. Sie darf einen Schenkel nicht zweimal, und nicht unter 60° kreuzen.

Gegenstände

Nicht innerhalb 20 Schritte vor- bzw. nach dem Winkel

Wird ein nicht angezeigter Gegenstand nicht wiedergefunden, erfolgt kein Punktabzug. Fehlen mehrere, wird eine neue Fährte angeboten. Wenn der HF diese nicht annimmt, werden alle nicht gefundenen Gegenstände als überlaufen gewertet.

Dieses gilt nur für Fremdfährten

Die Gegenstände sollten zwischen den Trittsiegeln oder alternativ im Trittsiegel abgelegt werden, falls die Bodenbedingungen dies erfordern. Z.B. bei hohem Bewuchs.

Beim Verweisen müssen die Gegenstände direkt vor, oder zwischen den Vorderpfoten liegen.

Ansatz / Suchverhalten

In allen Stufen gibt es drei Versuche den Hund anzusetzen. Der 2. und 3. Versuch führen zu entsprechenden Abzug für den ersten Schenkel.

Ein Neuansatz ist nur in den Stufen IFH-1/2 und IGP-FH erlaubt. Der HF darf die Fährte noch nicht betreten haben. Hierfür ist ein Pflichtabzug von 4 Punkten vorgeschrieben.

Bei der Meldung und bis ca. 2 Meter vor dem Ansatz darf der Hund noch an einer kurzen Leine geführt werden.

Die Fährtenleine muss zwecks Überprüfung ausgelaufen, und falls benutzt, ein Geschirr angelegt sein.

Der Hund ist am Abgangsschild anzusetzen.

Der Hundeführer muss sich am Hund befinden.

Loben

Gelegentlich in allen Stufen außer IGP-3, IFH-1, IFH-2 und IGP-FH erlaubt. Das Loben darf aber nicht als Hilfe z.B. an Winkel eingesetzt werden. Es dient nur zur Motivation.

An den Gegenständen einmal erlaubt. Vor oder nach der Aufnahme. Auf keinen Fall bei der Aufnahme des Gegenstandes oder der Leine.

Verhalten Leistungsrichter

Der Bereich in dem der Hund das Recht hat zu suchen, darf weder durch den LR noch durch den Fährtenleger gestört werden.

Dieser Bereich ist in der PO 2019 klar definiert.

10 Meter Radius um den HF, sowie 10 Meter Abstand zum weiteren Fährtenverlauf.

Der LR darf laut FCI beim Verweisen herantreten. Muss sich aber vor dem Wiederansatz des Hundes entfernen.

2.4.2 Abteilung „B“ Unterordnung

Es werden zwei grundsätzliche Anforderungen gestellt. Diese sind wie folgt definiert.

Ausdrucksverhalten

Selbstvertrauen, freudig / motivierte Arbeit, Konzentration / Aufmerksamkeit, Teamharmonie und

Technische Korrektheit

Position, Annahme / Ausführung HZ)

Unter Hörzeichen gibt es noch einmal Hinweise zum Ausdrucksverhalten:

Der Hund soll auf das HZ die Übung freudig ausführen. Jedes Verhalten von Angst oder Stress entwertet die Übung.

FCI Vorgabe zur Bewertung / Gewichtung

Kernanforderung der Übung erfüllt -> 70% (befriedigend, Übung bestanden)

Bewertung der Technik 15%

Bewertung Ausdruck 15% , bei starken Meiden bis 30% zzgl. weiterer Fehler

Anfangsgrundstellungen sind nur einmal in Vorwärtsrichtung erlaubt. Nimmt der HF eine erneute Grundstellung ein (z.B. wenn der Hund sich bei der ersten erlaubten Anfangsgrundstellung nicht gerade gesetzt hat) wird wie folgt verfahren:

Geschieht dies vor der LR Übungsfreigabe, liegt die gesamte Übung max. im Gut.

Nimmt der HF nach der Übungsfreigabe durch den LR eine neue Grundstellung ein, wird die Übung nicht bewertet. D.h. 0 Punkte MG.

Geht der Hund ohne Hörzeichen in die Übung, ist die Teilübung maximal im höchsten „Mangelhaft“ zu bewerten.

Beispiel:

Bei der Übung „Steh aus dem Laufschritt“ führt der Hund die Übung vor dem Hörzeichen aus.

Bewertung: Die Teilübung hat eine Wertigkeit von 5 Punkten. Folglich ergibt sich hier ein Abzug von 2 Punkten zzgl. weiterer Fehler.

Bringen auf ebenen Erde

Das Holz soll etwa 10 Meter weit geworfen werden.

Laut FCI soll bei weniger als 8m und weiter als 15m das als Hilfe bewertet werden. Erneutes Werfen ist deshalb nach LR Rücksprache erlaubt.

Aber nicht wenn das Holz schräg geworfen wurde.

Bringen über die 1 Meter Hürde

Umwerfen der Hürde:

Beim Hinsprung minus 5 Punkte. Die Übung wird dann mit der Bewertung des Bringens und des Rücksprungs wiederholt.

Wird die Hürde beim Rücksprung umgeworfen, gibt es keine Wiederholung. Entwertung hier minus 5 Punkte zzgl. weiterer Fehler.

In der PO gibt es keine Angabe mehr wie zu verfahren ist, wenn das Holz seitlich der Hürde liegt.

Bis auf weiteres hat die VDH GHS Kommission entschieden, dass nach Rücksprache mit dem LR das Holz neu geworfen werden darf.

Klettersprung IGP 1

Verlässt der Hund die Grundstellung vor dem Sprung und bevor der HF die Wand passiert hat, darf der Hund 2 Mal (analog 2 Zusatzhörzeichen) zurück gebracht werden. Verlässt der Hund wieder die Sitzposition erfolgt die Bewertung 0 mangelhaft.

Umläuft der Hund die Kletterwand 0 Punkte.

Springt der Hund vor dem Hörzeichen und sitzt nicht vor. Entwertung mangelhaft 5 Punkte.

Bringen über die Schrägwand

In der PO gibt es auch hier keine Angabe mehr wie zu verfahren ist, wenn das Holz seitlich der Hürde liegt.

Bis auf weiteres hat die VDH GHS Kommission entschieden, dass nach Rücksprache mit dem LR das Holz neu geworfen werden darf.

Voraussenden mit Hinlegen

Diese Übung besteht aus zwei Grundanforderungen, die Beide erfüllt werden müssen, um mindestens eine Teilbewertung zu erhalten.

1. Der Hund muss vorausgeschickt werden können.

2. Er muss sich stoppen lassen.

Ohne mindestens 50% der geforderten Strecke, oder ohne nach maximal 3 Hörzeichen zu stoppen, erfolgt keine Bewertung.

Ablegen unter Ablenkung

In der PO ist nicht beschrieben, ob der Hund auch während der Übung Voraus des anderen Hundes noch in der Dauerlage zu liegen hat.

Die Kommission hat bis zur Klärung mit der FCI hierzu entschieden:

Vor dem Voraus des gegenführenden Hundes wird der Hund aus der Dauerlage abgeholt.

2.4.3 Abteilung C

Die Grundanforderungen für den Schutzdienst werden vorangestellt:

Triebveranlagung, Selbstsicherheit, Belastbarkeit

Griffverhalten und Führigkeit

Der Hund muss den Eindruck vermitteln, jederzeit selbstbewusst die Auseinandersetzung mit dem Helfer zu suchen.“

Unter diesen Aspekt haben die Bewertungen, und vor allem die Gewichtung zu erfolgen.

Bewachungsphase

Laut FCI Beschluss 16.01.2019 soll die Bewachungsphase eine Wertigkeit von 30% haben. Dies bedeutet, dass die gesamte Übung bis maximal ins untere Befriedigend gesetzt werden kann, sollte der Hund nur am Helfer verbleiben ohne zu bewachen.

Seitentransport

Laut FCI 16.01.2019 wird die Wertigkeit des Seitentransportes auf 2 Punkte festgelegt.

Übergangsphase / Trennen

Die Übergangsphase wurde definiert

Nach dem ruhigen Stehen des Helfers bis zum Ablassen ist die Übergangsphase von ca. 1 Sekunde zu zeigen.

Unter der Beschreibung der Übung Fluchtversuch, und nur hier, wird die Zeitspanne zum Geben des Trennhörzeichens mit ca. 3 Sekunden nach der Übergangsphase präzisiert. Das bedeutet eine Zeit von 4 Sekunden nach dem Stehen des Helfers, (Übergangsphase und erlaubte Zeitspanne zum geben des Trennhörzeichens). Dieses ist sehr lang.

Es ist deshalb darauf zu achten, dass nicht vorschnell zögerndes Trennen bewertet wird, wenn der HF das HZ im Vergleich zur bisherigen Praxis relativ spät gibt.

Unter der tabellarischen Übersicht zum Trennen steht folgender Zusatz

Fasst der Hund (nur Seitentransport) noch einmal an, ist ein weiteres HZ erlaubt um den Hund unter Kontrolle zu bringen.“

Hiermit ist der Bezug auf die vorherige Trennphase (Ein weiteres HZ) genommen worden. Die FCI Kommission hat diesen Passus präzisiert. Beißt der Hund während des Seitentransportes ein, ist generell nur ein HZ zum Trennen erlaubt.

Markierungen

Für die Übung „Angriff auf den Hund aus der Bewegung“ ist die Vorgabe der PO in den Stufen 1+2 bei beengten Platzverhältnissen schwer umsetzbar, da der Endpunkt der vorangegangenen Übung schwer vorhersehbar ist. Ein Spielraum bei der Auslegung ist dem Leistungsrichter gegeben.

Führen mit Leine in der Stufe IGP-1

hrend der Abteilung C darf der Hund in unterschiedlichen Übungen wahlweise an der Leine geführt werden. Dieses kann der Hundeführer in jeder Übung neu entscheiden. Ein Wechsel während einer Übung ist aber nicht gestattet.

Z.B. wenn der HF seinen Hund zum Ende der Übung Stellen und Verbellen abruft, der Hund aber nicht kommt, darf der Hundeführer seinen Hund in dieser Übung nicht mehr anleinen.

Anmeldung

Die PO ist hier sehr missverständlich.

Der HF soll sich in Grundstellung beim LR anmelden. Im nächsten Satz steht: Als Anmeldung gilt, wenn der HF sich in Grundstellung für das Revieren in Richtung LR steht und die Hand hebt.

Laut FCI Kommissionen geht der HF direkt zur Grundstellung r das Revieren. Also nicht erst zum LR .

Abmelden

Nach dem Abmelden am Ende des letzten Transportes in den Stufen IGP2 + IGP3 muss der Hund in Freifolge ca. 5 Schritte weggeführt und in Grundstellung angeleint werden. Danach erfolgt ein kontrolliertes Führen zum Besprechungsplatz.

r die Bewertung im Falle von deutlichen Ausführungsmängeln gibt es hier keine Vorgaben für allen Prüfungsstufen. Bis zur Klärung soll die letzte Übung max. bis ein Prädikat entwertet werden. Es gilt dabei zu berücksichtigen, dass es in dieser Phase nicht um Präzision geht, sondern nur um kontrolliertes Führen des Hundes.

Verlassen des Helfers während der Bewachungsphase

Vor der Richteranweisung zum Herantreten. Abbruch TSB ng

Nach der Richteranweisung. Je nach Zeitpunkt liegt die Übung im entsprechenden Mangelhaft.

Revieren nach dem Helfer

Sichtzeichen sind nur für das Einweisen zum Versteckt erlaubt. Nicht für das Heranrufen

Beim Heranrufen kann zusätzlich zum Hörzeichen „Hier“ der Hundename benutzt werden, HZ und Hundename sind im Zusammenhang zu geben.

Nimmt der HF seinen Hund während des Revierens in eine Grundstellung, kann der Schutzdienst fortgesetzt werden, wenn sich der Hund wieder einsetzen lässt. Bewertung für das Revieren 0 Punkte.

Stellen und Verbellen

Verlässt der Hund den Helfer

Vor der Richteranweisung zum Herantreten

Der Hund darf noch einmal eingesetzt werden. Bewertung mangelhaft 14 Pkt.

Lässt er sich nicht wieder einsetzen, oder verlässt den Helfer erneut, erfolgt ein Abbruch. TSB ng

Nach der RA zum Herantreten liegt die Übung Zeitpunktabhängig im entsprechenden Mangelhaft.

Beißt der Hund gleich ein und lässt nicht ab, erfolgt die LR Anweisung zum Herantreten an die Abrufposition. Laut PO muss mit dem einmaligen Hörzeichen „Aus“ und dem HZ „Hier“ (sind im Zusammenhang zu geben) der Hund zum HF kommen.

Da der Hund in die Grundstellung gehen muss, ist die Vorgabe zu den HZ unlogisch.

Laut FCI darf das HZ „Aus“ und „Hier - Fuß“ gegeben werden.

Bei der IGP-1 kann der Hund wahlweise auch in Freifolge oder Leinenführigkeit abgeholt werden. Deshalb kann in diesem Falle in der Stufe 1 der HF an seinen Hund herantreten, und ihn mit den einmaligen HZ „Aus“ und „Sitz“ in die Grundstellung nehmen. Danach wird der Hund in Freifolge oder Leinenführigkeit in die Abrufposition geführt werden.

Kommt der Hund, bzw. lässt sich in der Stufe 1 abholen, ist die Übung mangelhaft mit 14 Punkten zu bewerten.

Ansonsten Erfolgt eine Disqualifikation.

In der Stufe 1 kann der Hund in drei Varianten vom Helfer geholt werden

1. Abrufen

2. In Freifolge (Nach dem Herantreten darf der Hund vor dem Beginn der FF in die Grundstellung genommen werden)

3. In Leinenführigkeit abholen

Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers

In der IGP-1 kann der Hund in Leinenführigkeit zum Ablagepunkt geführt werden. In der Grundstellung erfolgt das Ableinen.

uft der Hund vor Beginn der Flucht zum Helfer, wird er disqualifiziert wenn er einbeißt. Fasst er nicht zu, kann er mit einmaligen Hörzeichen abgerufen werden. Die Übung ist dann mit 0 Punkten zu bewerten. Der Schutzdienst wird fortgesetzt.

Rückentransport

Der Abstand beträgt 8 Schritte

In der IGP-2 erfolgt im Anschluss der Übung kein Überfall mehr.

Am Ende des Rückentransportes, (LR Anweisung), schließt der Hundeführer mit seinen Hund zum Helfer auf, bleibt neben ihm stehen und nimmt ihm den Softstock ab. Beim Stehenbleiben hat der Hund selbstständig die Grundstellung einzunehmen. Danach erfolgt ein Seitentransport über ca. 20 Schritte zum LR.

Ausführungserklärung für den Beginn des Transportes:

Aus der Endgrundstellung der vorangegangenen Übung wird der Helfer durch den HF zum Zurücktreten vom Hund und zum Umdrehen aufgefordert. Hat dieser die Position eingenommen erfolgt die Aufforderung zum Transportbeginn durch den HF.

Wenn der Hund beim Rückentransport zum Helfer läuft und einbeisst, erfolgt eine Disqualifikation. Läuft der Hund zum Helfer, ohne einzubeißen, hat der HF die Möglichkeit, den Hund mit einmaligem Hörzeichen zurückzurufen. Kommt er auf einmaliges Hörzeichen nicht zurück, erfolgt eine Disqualifikation.

Geht der Hund beim Rückentransport zu weit vor, hat der HF zwei Zusatzhörzeichen, den Hund in entsprechender Position (Freifolge neben dem Hundeführer) zu halten. Gelingt dies trotz 2 Zusatzhörzeichen nicht, erfolgt ebenfalls eine Disqualifikation (wegen Ungehorsam).

Angriff auf den Hund aus der Bewegung

Die Vertreibungslaute werden gegeben, wenn der Helfer beginnt dem Hund entgegenzulaufen.

Die Vertreibungslaute müssen deutlich gegeben werden. (FCI Sitzung 16.01.2019)

IGP-1

Der Hund wird nach dem Ende der Übung „Abwehr eines Angriffes aus der Bewachungsphase“ ca. 30 Meter in Freifolge oder Leinenführigkeit zur Lauerstellung geführt und mit dem HZ „Sitz“ in die Grundstellung genommen. Dann wird der Hund gegebenenfalls abgeleint.

Der Helfer bleibt an dem Punkt, wo die vorrangegangene Übung beendet wurde, stehen. Von hier erfolgt der Angriff aus der Bewegung.

Nach dem Herantreten des HF kann die Entwaffnung und der Seitentransport alternativ auch in Leinenführigkeit gezeigt werden.

IGP-2

Der Ablauf ist wie in der IGP-1, nur der Hund muss in Freifolge zur Lauerstellung geführt werden, und die Distanz ist ca. 40 Meter.

IGP-3

Keine Änderung

2.5 Stöberprüfung

Die Wertigkeit bei Verhalten Hundeführer und der Gegenstände hat sich geändert

Verhalten HF 9 Punkte

Auffinden der Gegenstände 41 Punkte

2.6 IGP-V

Laut PO zählen für diese Prüfungsstufe 2 Einheiten, obwohl diese Prüfung aus 3 Abteilungen besteht.

Die Übung Sprung über 80cm Hürde ist nicht beschrieben.

Da sich hier keine Änderung zur alten PO ergab, wird die Übung bis zur Klärung mit der FCI Kommission nach der alten PO wie folgt ausgeführt.

5. Springen über eine Hürde (80 cm):

a) Hörzeichen: Je ein HZ für: „Springen“, „Herankommen“, „Zurückspringen“, „in Gst gehen“

b) Ausführung: Der HF nimmt mit seinem Hund mindestens 5 Schritte vor der Hürde die Grundstellung ein und leint seinen Hund ab. Der ruhig und frei neben seinem HF sitzende Hund muss auf das HZ für „Springen“ im Freisprung über die Hürde springen, und auf die HZ für „Herankommen und „Zurückspringen“ sofort im Freisprung über die Hürde zurückspringen und sich dicht und gerade vor seinen HF setzen. Auf das HZ für „in Grundstellung gehen“ muss sich der Hund schnell und gerade links neben seinen HF mit dem Schulterblatt auf Kniehöhe absetzen. Der HF kann beim HZ für „Springen“ zwei Schritte mitgehen. Am Ende der Übung wird der Hund angeleint.

c) Bewertung: Fehler in der Gst, zögerndes Springen, Fehler beim Vorsitzen und Abschluss, HF Hilfen entwerten entsprechend. Für Streifen des Hundes an der Hürde müssen pro Sprung bis zu 1 Punkt, für Aufsetzen bis zu 2 Punkte entwertet werden.

3. Häufig gestellte Fragen:

3.1 Allgemeines

Sind Kombinationen aus den „Einzelstarts möglich“?

Die Kombinationen aus zwei Abteilungen sind möglich. Dabei sind unterschiedliche Stufen wie z.B. für FPr. 3 und UPr. 1 erlaubt.

Sind Halsbänder mit Karabinerhaken erlaubt? Diese sind nicht zulässig.

3.2 Ausdauerprüfung

Es liegen zu Zeit keine Fragen vor

3.3 BH/VT

In welcher Hand ist die Leine bei der Übung „Leinenführigkeit zu halten?

Immer nur in der linken Hand.

3.4 IBgH

In welcher Hand ist die Leine bei der Übung „Leinenführigkeit zu halten?

Immer nur in der linken Hand.

3.5 IGP / FH

Es liegen zu Zeit keine Fragen vor

3.5.1 Abteilung A

Es liegen zu Zeit keine Fragen vor

3.5.2 Abteilung B

Es liegen zu Zeit keine Fragen vor

3.5.2 Abteilung C

Es liegen zu Zeit keine Fragen vor

3.6 Sonstige Prüfungsstufen

Es liegen zu Zeit keine Fragen vor